Paarabend: Kommunikation & Nähe

TimeTable Paarabend Kommunikation & Nähe:

19:00h Begrüßung, Anfangsrunde Vorstellung mit Namen und der Frage:

"Was magst du an dir besonders gerne?"

"Was schätzt du an deinem Partner?"

Wie läßt sich die intime Nähe in einer Langzeitbeziehung aufrecht erhalten?

19.15h Übung: Paargoogle 50 Wörter 50 intuitive Antworten

19:45h Zwiegespräch über Eure Antworten aus dem Unterbewußtsein

Spannend: Was hat euch selbst überrascht? Was ist euch unangenehmen?

Kurzes Feedback: Wie ist es Euch ergangen?

20.30h Körperübung: grün, orange, rot - lasst uns spielen!

Kurzes Feedback: Wie ist es Euch ergangen?

21:30: Her mit dem Seil - wie kann ich Nähe mit einem Seil erzeugen? Bondage für Anfänger, Profis haben dabei auch ihren Spaß. Es braucht erstaunlich wenig. Lass dich überraschen.

Kurzes Feedback: Wie ist es Euch ergangen?

22:30h Taditionelle Abschlussübung: Blick voller Liebe in die Augen

Was ist  ein Zwiegespräch?

  1. Vereinbart einen regelmäßigen Termin von 60-90 Minuten Dauer pro Woche und setzt euch zusammen. Sucht euch einen gemütlichen Platz, am besten seht ihr einander an. In der Zeit des Zwiegesprächs sollte es keine Störungen oder Unterbrechungen geben.

  2. Das Thema ist: "Ich erzähle dir von mir! Ich erzähle, was mich bewegt. Wie ICH mich, dich und mein Leben erlebe. Was mir gefällt, was ich mir wünsche, was ich fürchte." Jeder malt im Zwiegespräch ein Selbstportrait von sich, an dem er den anderen teilhaben lässt und hat gleichzeitig die Freiheit über das zu sprechen, was ihm wichtig ist oder das zu teilen, was ihn gerade bewegt.

  3. Die ersten 10-15 Minuten spricht der eine, dann der andere. Immer im Wechsel bis jeder 3x gesprochen hat. Das ergibt dann 60-90 Minuten Gesamtzeit, je nachdem ob man 10 oder 15 Minuten Redeblöcke vereinbart hatte. Nach dem Zwiegespräch wird erst einmal weder nachkommentiert noch weiter über die Themen gesprochen.

  4. Wenn der eine spricht, schweigt der andere und hört nur aufmerksam zu. Es werden keine Fragen gestellt, keine Kommentare oder Ratschläge gegeben. Wenn einer nichts zu sagen hat, dann schweigt er. Das Zwiegespräch ist kein Offenbarungszwang, jeder ist frei in der Wahl seines Themas und sagt nur das, was er will.

  5. Jeder bleibt bei sich - in der Welt des Anderen hat man nichts zu suchen. Es werden keine Interpretationen, Vorwürfe oder Unterstellungen gemacht.

  6. Seid konkret und erklärt euch in kleinen, erlebten Szenen.

  7. Beginnt pünktlich, haltet die Gesprächszeiten ein und hört pünktlich auf.

Oft wissen wir gar nicht, was unserem Gegenüber in diesem Moment gefallen würde. Wir geben grenzen aus, von denen wir ausgehen das sie Stimmen. Sehr häufig liegen wir damit aber nicht richtig. Wir bremsen uns und unserer gegenüber mit dieser Annahme. Es wird dich überraschen, was du alles darfst oder was heute in diesem Moment alles nicht geht. Gehe immer davon aus das du keine Ahnung hast, hol dir Feedback und lässt uns viel freier spielen. Indem jeder für sich die Verantwortung übernimmt, ist soviel mehr möglich.

Stellt euch voreinander hin. Eine Person empfängt, die andere gibt. Klärt vorher die Rollen. Atmet einmal durch, findet euch in der jeweiligen Rolle ein. Dann geht aufeinander zu, der empfangende gibt seine Hand und stellt damit seine Bereitschaft dar, es kann losgehen. „Grün“ Küss die Hand, berühre ihn etwas Fester an "Grün" in sehr kurzen Abständen gibt der empfangende Feedback. Immer wieder, auch wenn es nervig ist, lasst euch darauf ein. "Orange - das war zu fest" Ihr könnt zu den Farben Kommentare geben, müsst es aber nicht, wichtig ist, dass ihr permanent Feedback gibt. Du bist die Gebende und hörst nichts? Fordere es ein! Pack fester zu, warte was kommt, vielleicht etwas Beißen? Dein Gegenüber mag es nicht am Arm aber am Po gefällt es? Cool schon wieder was neue gelernt. Spielt so ca. 15 Minuten miteinander. Versucht auch mal über ein "Grün" Zu kommen. Danach tauscht ihr eure Rollen. Nehmt euch die Zeit und erzählt euch von euren Empfindungen und Erfahrungen während der Spielsession.

Körperübung   grün, orange,rot

Eine sehr einfache Übung in der Paartherapie besteht darin, sich gegenseitig einfach für einige Zeit in die Augen zu schauen. Dazu setzen sie sich Ihrem Partner/ Ihrer Partnerin in angemessener, stimmiger Entfernung gegenüber in eine bequeme Position. Wählen Sie die Position in der Absicht, mindestens 15 min. in dieser sitzen zu können. Beschließen Sie gemeinsam mit Ihrem Partner/ Ihrer Partnerin, den Augenkontakt für einige Zeit aufrecht zu erhalten und während dieser Zeit nicht bewusst zu kommunizieren.

 

Schauen Sie sich einfach liebevoll 5 Minuten am Stück schweigend an. Versuchen Sie, die Situation nicht ins Witzige zu ziehen. Wenn Sie wegschauen ist das in Ordnung. Schauen Sie einfach wieder hin. Für einen der beiden Partner wird die Übung leichter, für den anderen schwerer sein. Das ist in Ordnung. Bleiben Sie einfach dran. Wiederholen Sie diese Übung täglich zu einer festen Uhrzeit. Üben Sie täglich, oft sind es innere Widerstände, die einen davon abhalten, gerade heute zu üben. Es können verschiedene Gefühle auftauchen. Beispiele sind Traurigkeit, Wut, Zuneigung, Liebe, Verletztheit, Leere, Langeweile u.a.

Nehmen Sie sich nach dieser Übung die Zeit, Ihre Erlebnisse aufzuschreiben. Wenn Sie wollen können Sie sich im Anschluss daran mit Ihrem Partner/ Ihrer Partnerin austauschen. Interessant sind dabei besonders auch diejenigen Erlebnisse, die Sie ungern Ihrem Partner/ Ihrer Partnerin mitteilen wollen.

Bei unseren Paarabend verkürzen wir diese Übung ein wenig, Ihr könnt auch die Abwandlung mit den geschlossenen Augen versuchen.

Paarübung 5 min.  voller Liebe in die Augen schauen

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„Es ist ein Luxus, verstanden zu werden“

Ralph Waldo Emerson

Ein Paar Worte um sie mit nach Hause zu nehmen

Kannst du mich halten, wenn ich den Halt verliere, oder läufst du auch davon, so wie jeder andere?
Wenn sich meine Schatten unkontrolliert offenbaren, kann es sein, dass ich dich unbewusst verantwortlich mache - macht es dir Angst? Ja mir auch!

Kannst du versuchen dich in mich einzufühlen, wenn ich mich selbst nicht verstehen kann, oder verurteilst du mich direkt? Kannst du in deiner Energie bleiben, oder nimmst du direkt alles persönlich?
Vielleicht sage ich böse Dinge und beschimpfe dich, um dich zu vergraulen, weil mein inneres Kind denkt, dass es dich sowieso nicht verdient hat. Bestätigst du nun die Annahme, oder kannst du mir weiterhin liebe- und verständnisvoll begegnen?

Kannst du den Raum der Verletzlichkeit halten und mich kraftvoll in deine Arme nehmen, obwohl ich dich gerade wegschiebe? Denn in Wahrheit will ich gehalten und gesehen werden, ich möchte, dass du mich zu dir ziehst und sagst, dass alles gut wird.

Weißt du, zu oft wurde ich in der Vergangenheit kleingemacht und weggeschoben, zu oft wurde ich missverstanden - und weißt du was, sie sind alle gegangen, sie waren alle gemein und haben dafür gesorgt, dass ich mich noch mehr in meine Höhle verkrochen habe.

Heute ist mir bewusst, dass ich in meine Kraft kommen muss und nicht länger andere verantwortlich machen kann für meinen Schmerz, aber ich lerne und bin noch im Prozess. Ich weiß du bist nicht verantwortlich für meine Themen, aber kannst du mich verstehen, dass würde mir viel bedeuten und vielleicht dazu führen, dass ich mich dir Schritt für Schritt immer mehr öffnen kann.

Du hast dich in mein Licht verliebt, aber weißt du was, auch wenn es unangenehm ist, die Schatten sind auch ein Teil von mir - sie haben mich geprägt und sind wichtig für meine Entwicklung. Ich trage die Bereitschaft in mir an mir zu wachsen, kannst du warten, hast du Geduld und Vertrauen, dass wir es gemeinsam schaffen können, zu heilen?
Lass uns zu einer Kraft verschmelzen, ich bin auch für dich da, wenn du mich brauchst. Ich würde es dir nie vergessen und mit bedingungsloser Liebe danken. Ich weine gerade Tränen der Erleichterung, da ich mich noch nie jemanden so anvertraut habe.

Du darfst gehen, hier ist die Tür, doch wenn du bleiben magst, nimm mich bitte in den Arm und flüstere mir zu, dass du mit deiner ganzen Präsenz bei mir bist.
Oliver Ribbert

Danke das Ihr da wart!

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